US-Geheimdienstoffiziere warnen Merkel vor »größter Verstärkung seit dem Kalten Krieg« – consortiumnews

Merkel Urged to Temper NATO’s Belligerenceconsortiumnews.com

Ehemalige US-Geheimdienstler an Merkel Junge Welt

Am Mittwoch veröffentlichte eine Gruppe früherer US-Geheimdienstoffiziere ein Memorandum zum heute in Warschau beginnenden NATO-Gipfel, das sie an Angela Merkel richteten. In dem Papier heißt es:   Übersetzung: Arnold Schölzel , Vollständiger Wortlaut: consortiumnews.com

Wir halten die Erklärung von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf einer Pressekonferenz zum Gipfel am 4. Juli, dass die NATO-Mitglieder übereinkommen werden, »die Präsenz der NATO im östlichen Teil der Allianz zu erhöhen«, wobei er hinzufügte, dass der Pakt seiner »größten Verstärkung seit dem Kalten Krieg« merkel-bush-1entgegensieht, für wenn nicht erstaunlich, so in jedem Fall für beunruhigend. Die Wahrscheinlichkeit eines militärischen Zusammenstoßes – versehentlich oder intendiert – ist stark gestiegen (…).

Viele von uns verbrachten Jahrzehnte mit dem Studium der Moskauer Außenpolitik. Wir schütteln ungläubig den Kopf, wenn wir sehen, dass die westlichen Spitzenpolitiker scheinbar vergessen haben, was es für die Russen bedeutet, Militäroperationen in einem Umfang zu erleben wie seit dem Beginn des »Unternehmen Barbarossa« (im Original deutsch, jW) durch Hitlers Armeen vor 75 Jahren nicht mehr. Das hinterließ 25 Millionen tote Sowjetbürger. Aus unserer Sicht ist es unverantwortlich töricht zu glauben, dass Präsident Putin keine Gegenmaßnahmen ergreift – zu einem Zeitpunkt und an einem Ort, den er sich selbst aussucht. (…)

Bevor die Dinge noch schlimmer werden, müssen die bewährten NATO-Politiker der Staatskunst und einer Diplomatie des Nehmens und Gebens den Vorzug vor Säbelrasseln gewähren. Andernfalls ist irgendeine Art von militärischem Zusammenstoß mit Russland Merkel in Fahrtwahrscheinlich, wobei die Gefahr einer Eskalation bis hin zu wechselseitigen atomaren Schlägen jederzeit vorhanden ist.

Extrem besorgniserregend ist die Tatsache, dass viele NATO-Politiker der zweiten Generation unbekümmert nichts von dieser drohenden Perspektive zu ahnen scheinen oder gar alle Warnungen bewusst in den Wind schlagen. (…)

Wir glauben, Außenminister Frank-Walter Steinmeier lag richtig, als er darlegte, dass militärische Posen an Russlands Grenzen weniger regionale Sicherheit bringen werden. Wir stimmen seiner Mahnung zu: »Wir sind gut beraten, keine Vorwände zu schaffen, um eine alte Konfrontation zu erneuern.«

Spricht man von »Vorwänden, um eine alte Konfrontation zu erneuern«, dann, so glauben wir, ist es Zeit anzuerkennen, dass die deutliche Verschärfung der Ost-West-Spannungen in den vergangenen zwei Jahren aus dem vom Westen gesponserten Staatsstreich in Kiew am 22. Februar 2014 herrührt und aus Russlands Reaktion darauf, der Annexion der Krim. (…) Hört man jedoch allein auf westliche Politiker und die Konzernmedien, beginnt ihre Version der jüngsten Geschichte Osteuropas am 23. Februar 2014. (…)

Aus unserer Sicht haben sich die Dinge dort (in der Ukraine, jW) von schlecht zu schlechter entwickelt, zumal mit Andrij Parubij als Sprecher des ukrainischen Parlaments. Parubij ist einer der am meisten suspekten Politiker der ukrainischen Ultranationalisten und der offen neonazistischen Bewegungen. (…) Am Montag erklärte Parubij im Fernsehen: »Ich habe die Minsker Abkommen von Anfang an nicht unterstützt«, und fügte hinzu, dass »Moskaus Pläne für die Ukraine nur mit Gewalt oder durch internationale Sanktionen gestoppt werden können«. (…)

Übersetzung: Arnold Schölzel

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