Appelbaum: Sie wollen uns mundtot machen | ZEIT & Netzpolitik.org – #Landesverrat

Appelbaum: Sie wollen uns mundtot machen

Netzpolitik.org: Der Kampf geht weiter | ZEIT ONLINE.

Wenn gegen Journalisten wegen Landesverrats ermittelt wird, entsteht ein Klima der Angst. Das muss aufhören.
Forderungen von Jacob Appelbaum.

Er hat zur Auswertung der von Edward Snowden enthüllten Geheimdienstdokumente beigetragen und ist berühmt als kämpferischer Internetaktivist. Nachdem gegen Journalisten des deutschen Netzpolitik-Blogs der Verdacht des Landesverrats erhoben wurde, schlägt Jacob Appelbaum hier die Trommel und zeigt: Er fürchtet sich nicht.

Im Sommer 2013 traf ich in Berlin ein und beantragte ein Journalistenvisum. Neben den Dokumenten, die ich einreichen musste, konnte ich
Empfehlungsschreiben des Spiegels und von netzpolitik.org vorlegen. Dank deutscher Journalisten fand ich eine neue Heimat, in der es möglich war, über Verbrechen der Mächtigen zu berichten, geheime Tötungslisten, Massenüberwachung, die sogenannte gezielte Überwachung, Wirtschaftsspionage und politische Spionage. In Deutschland fand ich einen Zufluchtsort, denn in Amerika ist die Situation für unabhängige Journalisten, die auf dem
Gebiet der „nationalen Sicherheit“ arbeiten, unerträglich geworden. Man muss bei Gesprächen vorsichtig sein, hat Angst vor Spitzeln, muss davon ausgehen, dass Wohnungen und Telefone abgehört und Autos mit Peilsendern versehen werden. Gegen fast jeden, der als Journalist bei
WikiLeaks mitarbeitet, mich eingeschlossen, wird wegen Spionage ermittelt. Wir gelten als Landesverräter, einflussreiche Politiker fordern für meine Kollegen und unsere Quellen den Tod. Ziel dieser Einschüchterungsversuche ist es, albtraumhafte Verhältnisse zu schaffen und uns auf diese Weise mundtot zu machen.   ……..

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