ARD schürt Rassismus und mißbraucht „Halali -Themenwoche zur Toleranz“ – DIE WELT

„Das Ende der Geduld“
Missratenes Denkmal für Richterin Kirsten Heisig – Die Welt

ARD schürt Rassismus und mißbraucht „Halali-Themenwoche zur Toleranz“ – DIE WELT

„Anne Will“: Der Ausländer ist natürlich der Kriminelle – DIE WELT.

Die Jugendlichen warten bis zu 25 Monate auf ein Urteil

Anne Will diskutiert mit ihren Gästen über das Vermächtnis von Jugendrichterin Kirsten Heisig. Allerdings driftet die Sendung ab, unterstellt einen Zusammenhang zwischen Ethnie und Gewaltbereitschaft.

Es ist schon ein bisschen absurd. Da bläst die ARD mit großem Halali und provokanten Plakaten zur neuen Themenwoche. Es geht um Toleranz – oder das, was man bei der ARD unter Toleranz versteht. Die Duldung anderer Lebensentwürfe mit gnädig hochgezogener Augenbraue.

Und dann zeigt sie mit „Das Ende der Geduld“ einen Spielfilm über die 2010 verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig, der alle Vorurteile gegen jugendliche Straftäter mit Migrationshintergrund schürt und den Eindruck erweckt, der Problemkiez Neukölln sei so etwas wie die Bronx. Und um dem Film noch nachträglich eine Legitimation zu verschaffen, muss Anne Will das Thema auch noch direkt im Anschluss in ihrer Talkshow aufgreifen.

Aber wie? Kirsten Heisig galt als engagierte Verfechterin für schnelle, direkte und harte Strafen für jugendliche Gewalttäter. Gegen Widerstände in den eigenen Reihen und ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit kämpfte sie dafür, dass die Polizeiakten schneller auf den Tischen der Richter landeten. Als rechte Hardlinerin, so wurde sie von ihren Kritikern abgestempelt, dabei meinte sie es gut mit den jugendlichen Straftätern. Wer monatelang auf ein Verfahren wartete, der hatte die Tat mitunter schon wieder vergessen. Sie wollte ihnen helfen, ein Unrechtsbewusstsein zu entwickeln.

Ein spannendes Thema, auch heute noch, vier Jahre nach dem Tod von Kirsten Heisig. Die geschiedene Mutter zweier Teenager litt an Depressionen und nahm sich 2010 das Leben. Das von ihr initiierte „Neuköllner Modell“ wird zwar in Berlin immer noch praktiziert, aber nur in Einzelfällen. Kollegen haben das wiederholt angeprangert und gefordert, das Modell müsse auf Heranwachsende ausgeweitet werden.  …..

via„Anne Will“: Der Ausländer ist natürlich der Kriminelle – DIE WELT.