Putin warnt in Weltkriegsrede vor „maßlosen Ambitionen politischer Eliten“ | Telepolis

Putin warnt in Weltkriegsrede vor „maßlosen Ambitionen politischer Eliten“ | Telepolis.

An den Beginn dieses Krieges wird derzeit überall in Europa erinnert. Auch in Moskau, wo Staatspräsident Wladimir Putin ein neues Denkmal für die Opfer dieses Konflikts einweihte. Bei der Rede zu dieser Einweihung erwähnte er den aktuellen Konflikt in der Ukraine nicht direkt, wählte aber Worte und Beispiele, die sich unschwer als Warnung deuten lassen:

Der Erste Weltkrieg erinnert Putin zufolge in tragischer Weise „daran, wozu Aggression und Egoismus, maßlose Ambitionen der Staatenführer und politischen Eliten führen, die sich über den gesunden Menschenverstand erheben“. Vermeiden ließen sich solch ein Krieg und dessen Folgen durch „guten Willen“, „Dialog“, gegenseitiges Zuhören und einen Verzicht auf Gewalt. 1914 habe das Zarenreich vergeblich versucht, den Konflikt zwischen Serbien und Österreich-Ungarn mit friedlichen Mitteln beizulegen: „Aber Russland wurde nicht erhört und musste seinen slawischen Brüdern zu Hilfe kommen und sich selbst und seine Bürger gegen eine Aggression aus dem Ausland verteidigen.“

Auch die russische Zeitung Nesawissimaja Gaseta zieht Parallelen zwischen den heutigen Situation und der zu Beginn des Ersten Weltkriegs: Sie kritisiert Berlins „Nibelungentreue“ und verwendet dabei einen Begriff den Reichskanzler Bernhard Fürst von Bülow nach der Annexion Bosnien-Herzegowinas für die unbedingte Unterstützung Österreich-Ungarn prägte. Die Rolle der K.u.K.-Monarchie nehmen der Zeitung zufolge heute die USA ein, deren Politik die deutsche Regierung auch nach immer neuen NSA-Enthüllungen weiter unterstützt.

via Putin warnt in Weltkriegsrede vor „maßlosen Ambitionen politischer Eliten“ | Telepolis.

Ein Gedanke zu „Putin warnt in Weltkriegsrede vor „maßlosen Ambitionen politischer Eliten“ | Telepolis

  1. Pingback: Kirche heute, 4.August 2014 | Christliche Leidkultur

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.