Waren die „VW-Bus Missionare ‚Merkel‘, Althaus und Gauck“ in der DDR nur Aushängschild und Betreiber westlicher Interessen

Waren die „VW-Bus Missionare ‚Merkel‘, Althaus und Gauck“  in der DDR nur Aushängschild und Betreiber westlicher Interessen

Kirchenhistoriker: Glaubensfreiheit war in der DDR nur Aushängeschild.

Berlin (kath.net/idea)
Die offiziell propagierte Glaubensfreiheit in der DDR war vor allem ein Aushängeschild nach außen. Religion konnte jedoch nur in der Nische gelebt werden. Diese Ansicht vertrat der Kirchenhistoriker Prof. Klaus Fitschen (Leipzig) bei einer Tagung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum Verhältnis von Religion und Staat in der DDR Anfang Juni in Berlin. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der „Deutschen Gesellschaft“ statt. Fitschen zufolge wurden Christen in der DDR systematisch benachteiligt. Der Herrschaftsanspruch der SED-Diktatur sollte in allen Lebensbereichen untermauert werden. Besonders in den fünfziger Jahren habe es schwere Verfolgungen von Christen gegeben.

Die Kirchen hätten dadurch viele Mitglieder verloren. In der Führungsschicht der DDR habe es keine Anhänger einer Religion gegeben. Zwar sei es möglich gewesen, als Christ Lehrer zu werden, das Amt eines Schuldirektors sei ihm jedoch verwehrt geblieben. Viele Christen hätten bereits Schwierigkeiten gehabt, das Abitur abzulegen oder ein Studium aufzunehmen. Während sich das Verhältnis zwischen Kirche und Staat verbesserte, hätten es einzelne Christen bis zum Ende der DDR schwer gehabt. Allerdings sei die Lage der Christen dort besser gewesen als in anderen kommunistischen Staaten.

viaKirchenhistoriker: Glaubensfreiheit war in der DDR nur Aushängeschild.