Für ein Ende des ‚Konkubinats‘ der Kirche mit dem Imperium

 Für ein Ende des „Konkubinates“ der Kirche mit dem Imperium.
– Plattform »Wir sind Kirche« –

……  Wenn sich eine christliche Gemeinschaft ernsthaft diesen Fragen stellt, dann müsste sie ganz konkrete und aktuelle Themen aufgreifen und Handlungsperspektiven entwickeln. So z.B. reflektieren, was es bedeutet, dass die Konzerne der EU und USA jetzt ein sogenanntes Freihandelsabkommen durchdrücken wollen, das alle Staaten erpressbar macht Sozial- und Umweltstandards zugunsten der Kapitalinteressen
aufzugeben. Oder dass die EU zwar für eine Reduktion der Treibhausgase eintritt, sich aber scheut, den einzelnen Ländern Verpflichtungen vorzuschreiben. Wir dürfen nicht erwaten, dass solche Probleme von oben her gelöst werden, es bedarf eines immens starken Drucks von unten. Wieso können Christen glauben, dass sei primär eine Aufgabe der anderen, wieso wollen sie nicht mit allen Menschen und Gruppen guten Willens solche Themen in den Vordergrund stellen und gemeinsam vorgehen?

Was heißt das denn, Salz der Erde, Licht der Welt, zu sein? Das Weltsozialforum hat den Satz „Eine andere Welt ist möglich“ geprägt, ein Satz des Glaubens und der Hoffnung. Die Christen sollten ihre Energie und ihren Idealismus nicht mit sekundären innerkirchlichen Konflikten vergeuden, sondern vor allem an der „weltlichen“ Zukunft arbeiten. Wenn die Christen den Schwerpunkt ihres Engagements bei den kircheninternen Problemen belassen, werden sie mitschuldig am Weiterbestand des Imperium (Fortín), den strukturellen Ursachen des sozialen Unrechtes und Elendes.

viaPlattform »Wir sind Kirche« – Für ein Ende des „Konkubinates“ der Kirche mit dem Imperium.

Ein Gedanke zu „Für ein Ende des ‚Konkubinats‘ der Kirche mit dem Imperium

  1. Pingback: Kirche heute, 30. Januar 2014 | Christliche Leidkultur

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.