Luxus-Regelung nur für Oberkirchenrat: Im Ruhestand mehr Geld als vorher | NWZonline

Luxus-Regelung nur für Oberkirchenrat: Im Ruhestand mehr Geld als vorher

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Oldenburg Da staunte selbst der verhandlungsführende Richter am Arbeitsgericht Oldenburg. Eine Ruhestandsregelung, bei der die ausgeschiedenen Mitarbeiterinnen mehr Geld bekommen als vorher, ist offenbar nicht häufig Thema in seinen Verhandlungen.

Am Mittwoch ging es vor dem Arbeitsgericht um die evangelische Kirche im Oldenburger Land, die den Beschäftigten des Oberkirchenrates eine solche Luxus-Finanzierung anbietet. Wer dort das Angebot der Altersteilzeit annimmt, erhält 86 Prozent seines Bruttogehaltes – das sind bei vielen 50 bis 100 Euro monatlich mehr als der vorherige Netto-Verdienst.

Das Arbeitsgericht musste sich mit dem Thema beschäftigen, weil mehrere kirchliche Mitarbeiterinnen aus Gemeindebüros eine ähnliche Regelung wollen. Sie bekommen nämlich nur 83 Prozent vom Nettogehalt, wenn sie in Altersteilzeit gehen. Ihre Forderung nach Gleichbehandlung begründeten sie mit dem Hinweis auf die gleichen Belastungen, denen sie durch die Veränderung der Verwaltungsstruktur ausgesetzt seien. Da sei es nur gerecht, wenn sie auch gleich behandelt würden.

Die Forderung wurde von der Kirchenleitung abgelehnt. Schließlich sei die Landeskirche für das bei den Gemeinden angestellte arbeitsrechtlich Personal gar nicht zuständig – und eine Regelung für die gesamte Landeskirche habe die Synode abgelehnt.

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