Merkels Kirche kuschte am 17. Juni 1953 – DER SONNTAG

Am 17. Juni 1953 erhob sich das Volk, doch Pfarrer und Bischöfe unterstützen den Aufstand nicht.

Die Kirche kuschte  17. Juni 1953, – DER SONNTAG 

Als am die Panzer auf Ostdeutschlands Straßen auffuhren und auf Demonstranten schossen, war die sächsische Landeskirche mit sich  beschäftigt. Drei Wahlgänge und viele Diskussionen brauchte sie, bis mit knapper Mehrheit Gottfried Noth zum neuen Bischof gekürt war. Draußen auf den Straßen boten Arbeiter und viele junge Christen der Diktatur die Stirn. Die Leitung ihrer Kirche aber blieb still.

Dabei waren die Fronten eigentlich klar. Seit 1952 hatte die SED ihren Kurs gegen die Kirchen verschärft: Staatliche Zuschüsse wurden gekürzt, kirchliche Krankenhäuser und Heime enteignet, rund 3000 Mitglieder von Jungen Gemeinden flogen von Schulen. Etliche kirchliche Mitarbeiter wurden verhaftet. In ihrer Not wandten sich die
Kirchenleitungen im April 1953 an die sowjetische Besatzungsmacht. Das Wunder geschah: Weil in Moskau nach Stalins Tod ein Machtkampf loderte und die Beunruhigung über den schwindenden Rückhalt des DDR-Regimes stieg, zwangen die Sowjets ihre ostdeutschen Genossen Anfang Juni zu einem radikalen Kurswechsel. Die Rücknahme der Repressionen verkaufte die SED als großzügiges Entgegenkommen.   ………..

Die Kirche kuschte  17. Juni 1953, – DER SONNTAG 

via Merkels Kirche kuschte am 17. Juni 1953