Luther hat den totalen Sklavengehorsam der Untertanen gegenüber der Obrigkeit gelehrt

Religionsführer Luther hat den totalen Sklavengehorsam der Untertanen gegenüber der Obrigkeit gelehrt

Luther in kritischer Betrachtung

Mynarek spricht dabei etwa von der „krankhaften Obsession“ (S. 9) Luthers bei der vehementen Kritik an der katholischen Kirche und ihrem Papst. Gleichzeitig habe er aber auch in den rebellischen Bauern eine Inkarnation des Bösen gesehen und zum Totschlagen dieses „Packs“ aufgerufen. Dem Dogmatismus und Fanatismus der Kirche stand der Reformator demnach in nichts nach: „Der Hexen-, Ketzer- und Sektenjäger Luther verteufelt und verfolgt in seinem Wahn, der einzige wahre Verkünder des Evangeliums zu sein, alle, die von seiner Glaubens- und Moraldoktrin abweichen“ (S. 25).

Sein Hass auf die Juden habe ihm später dann zweifelhafte Wertschätzung von besonderer Seite eingebracht, denn: „Hitler selbst hat auch mehrfach betont, dass er sich in der Judenfrage mit Luther eins wisse“ (S. 39). Auch für den Untertanengeist macht Mynarek den Reformator mit verantwortlich: „Wie kein anderer christlicher Religionsführer hat er den totalen Sklavengehorsam der Untertanen gegenüber der Obrigkeit gelehrt und befohlen …“ (S. 62).

Mynarek kann all seine Detaileinschätzungen durch eine Fülle von Luther-Zitaten belegen. In einzelnen Fragen, wozu etwa die Einstellung zu den Bauern oder den Juden gehören, fehlen sogar besonders drastische Auffassungen und Forderungen. Gerade in der Dokumentation der mehr als nur problematischen Positionen des Reformators besteht das Verdienst des Bandes, der damit eine wichtige aufklärerische Funktion erfüllt.    ………..

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